GEOTECHNIK
Sindelfingen, Germany
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Proctor-Versuch in Sindelfingen: Verdichtungskontrolle mit Normbezug

Zu viele Bauherren in Sindelfingen verlassen sich auf Pi-mal-Daumen beim Verdichten. Das rächt sich später. Setzungen, Risse im Asphalt, Wasserschäden – die typischen Folgen unzureichender Bodenverdichtung. Die Lösslehmböden und Auenlehme entlang der Schwippe reagieren empfindlich auf falsche Wassergehalte. Ein Proctor-Versuch nach DIN 18127 liefert die exakte Referenzdichte. Nur so wissen Sie, ob Ihr Unterbau wirklich trägt. Ohne diesen Kennwert ist jede Verdichtungskontrolle auf der Baustelle reine Spekulation. Gerade bei den anspruchsvollen Gewerbebauten im Sindelfinger Norden, wo oft aufgefüllte Flächen anstehen, entscheidet die Proctordichte über die Standsicherheit der späteren Bodenplatten. Unser Labor ist nach DIN EN ISO 17892 akkreditiert und ermittelt für Sie die Proctorkurve inklusive optimalem Wassergehalt – präzise und normgerecht.

Die Proctordichte ist der einzige objektive Maßstab, um die Tragfähigkeit einer verdichteten Schicht zu beurteilen.

Methodik und Umfang

Die Böden in Sindelfingen sind geologisch zweigeteilt: westlich der Autobahn dominieren die verwitterten Gipskeuper-Mergel, östlich davon quartäre Kiese und Sande der Schwippe-Talaue. Beide reagieren völlig anders auf Verdichtungsenergie. Während die sandigen Kiese oft mit dem einfachen Proctor nach DIN 18127 auskommen, verlangen die bindigen Mergel fast immer den modifizierten Proctor mit höherer Schlagenergie. Wir setzen den Versuch direkt im Labor an gestörten Proben aus Ihrem Aushub an. Die ermittelte Proctordichte dient dann als 100-Prozent-Marke für die baubegleitende Kontrolle mit dem Densitometer oder der Sandkegel-Dichte. Entscheidend ist die korrekte Probenahme vor Ort – dafür stellen wir Ihnen versiegelte Eimer und ein detailliertes Protokoll bereit. Bei heterogenem Untergrund, wie häufig im Bereich der Mercedes-Benz-Werkserweiterungen, fahren wir gestaffelte Beprobungen in verschiedenen Tiefen.
Proctor-Versuch in Sindelfingen: Verdichtungskontrolle mit Normbezug

Lokale Besonderheiten

Im Gewerbegebiet Flugfeld und in den Wohngebieten der Goldberg-Siedlung liegen völlig unterschiedliche Bodenverhältnisse vor. Auf dem Flugfeld wurde über Jahrzehnte aufgefüllt und verdichtet, die Tragfähigkeit ist meist gut. Die Goldberg-Siedlung hingegen steht auf Lösslehm, der bei Wasserzutritt seine Struktur verliert und kollabiert. Wird hier ohne Proctor-Versuch verdichtet, riskieren Sie dramatische Setzungsdifferenzen innerhalb weniger Meter. Ein zu trocken eingebauter Lösslehm sackt beim ersten Starkregen nach. Ein zu nasser Einbau führt zu Porenwasserüberdrücken und einer 'schwimmenden' Verdichtung. Die Proctorkurve zeigt Ihnen exakt das erreichbare Maximum und den dazugehörigen Wassergehalt. Bei Abweichungen von mehr als 2 Prozent vom Optimum wird die geforderte Stützmauer-Hinterfüllung oder der Straßenunterbau nie die nötige Steifigkeit erreichen. Das ist kein theoretisches Risiko, sondern ein wirtschaftlicher Schaden, der sich in Nachbesserungen niederschlägt.

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Geltende Normen

DIN 18127:2012-09 (Proctor-Versuch), DIN EN ISO 17892-1 (Probeneingang), DIN 18196 (Bodenklassifikation)

Zugehörige Fachleistungen

01

Einfacher Proctor-Versuch

Für den klassischen Erd- und Landschaftsbau. Wir ermitteln die Proctordichte und den optimalen Wassergehalt an bindigen und gemischtkörnigen Böden bis 31,5 mm Größtkorn.

02

Modifizierter Proctor-Versuch

Für hochbelastete Tragschichten im Straßen- und Industriebau. Mit der erhöhten Verdichtungsenergie von ca. 2,7 MNm/m³ simulieren wir schwere Walzenzüge.

03

Verdichtungskontrolle vor Ort

Kombination aus Labor-Proctor und Feldversuch. Wir prüfen mit dem Densitometer oder der Sandkegel-Methode, ob Ihr Einbau den geforderten Verdichtungsgrad erreicht.

Typische Parameter

ParameterTypischer Wert
NormDIN 18127:2012-09
VersuchstypEinfacher Proctor (2,5 kg / 30 cm) oder modifizierter Proctor (4,5 kg / 45 cm)
ProbenmaterialKorngröße ≤ 31,5 mm (einfach) / ≤ 63 mm (modifiziert)
WassergehaltOptimaler Wassergehalt aus Proctorkurve
VerdichtungsgradDPr = 97–103 % (je nach Lastplatte-Anforderung)
ProbenmengeCa. 40–50 kg gestörtes Material
Bearbeitungszeit3–5 Werktage nach Probeneingang

Häufige Fragen

Was kostet ein Proctor-Versuch in Sindelfingen?

Für einen einfachen oder modifizierten Proctor-Versuch nach DIN 18127 fallen bei uns zwischen 110 und 190 Euro an. Der Preis richtet sich nach dem Aufwand der Probenvorbereitung und der Anzahl der Einzelpunkte auf der Proctorkurve.

Welche Probenmenge benötigt das Labor?

Wir benötigen etwa 40 bis 50 Kilogramm gestörtes Material. Das Material muss in einem luftdicht verschlossenen Eimer angeliefert werden, damit der natürliche Wassergehalt erhalten bleibt. Bei grobkörnigen Böden mit Kiesanteil ist die doppelte Menge sinnvoll.

Einfacher oder modifizierter Proctor – was ist der Unterschied?

Der einfache Proctor simuliert leichte Verdichtungsgeräte mit einer Arbeit von etwa 0,6 MNm/m³. Der modifizierte Proctor bildet schwere Vibrationswalzen nach und arbeitet mit dem 4,5-kg-Fallgewicht. In Sindelfingen wird für Tragschichten unter Verkehrsflächen fast ausschließlich der modifizierte Proctor gefordert.

Wie lange dauert die Auswertung?

Die reine Versuchsdurchführung im Labor nimmt einen Tag in Anspruch. Mit Trocknung, Wägung und Erstellung des Prüfberichts rechnen Sie bitte mit 3 bis 5 Werktagen ab Probeneingang. Eilaufträge sind nach Absprache möglich.

Können Sie auch die Probenahme vor Ort übernehmen?

Ja, wir koordinieren die Probenahme mit einem erfahrenen Baugrundtechniker. Er beurteilt die Homogenität des Materials und legt die Entnahmestellen fest. Die Proben werden direkt in unser Labor nach Sindelfingen gebracht.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Sindelfingen und seinem Großraum.

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